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Warum Second Hand?
Second-hand: kostengünstig, gesund und umweltschonend
Vor Anschaffung eines neuen Kleidungsstücks (besonders für Kinder) sollte man sich grundsätzlich überlegen, ob man sich nicht aus einem Gebrauchtkleidermarkt bedienen könnte. Ca. 40% der sogenannten Alttextilien sind tragbare Kleidungsstücke.
Dabei geht es nicht nur darum, dass man sich über den Kauf von Secondhand-Kleidern eine Menge Geld sparen kann. Über den finanziellen Vorteil hinaus bieten Secondhand-Textilien auch noch weitere Vorteile, zum Beispiel gesundheitlicher Natur, was gerade bei Kinderkleidung ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist.
Die Vorteile von Secondhand-Kleidung kurz zusammengefasst:
- Sie ist für wenig Geld zu haben.
- Sie ist hautverträglicher, da schon mehrmals gewaschen und somit von vielen chemischen Stoffen gereinigt. Besonders bei Kindersachen meinen Experten, dass "Kinder, die in SecondHand-Kleidern aufwachsen, gesünder sind als Kinder, deren Eltern neue, schicke Kleidung kaufen" (Öko-test 10/94).
- Rohstoffe für die Herstellung von neuen Fasern werden gespart . Es entstehen keine Umweltbelastungen für die Produktion eines neuen Kleidungsstückes
Presseartikel (17.10.05 Westdeutsche Zeitung):
Second Hand für kleine Prinzen
Gebrauchte Strampler, Mützchen und Hosen sind nicht nur viel billiger, sondern auch gesünder
Bonn. Von winzig kleinen Stramplern, Kuscheltieren und Mützchen bis zu Kinderwagen oder Wickelkommode: Schon bevor das Baby da ist, haben viele Eltern Hunderte Euro investiert. Die meisten Sachen könnten wesentlich günstiger gebraucht angeschafft oder geliehen werden, doch etliche junge Eltern haben Probleme mit gebrauchten Sachen. "Das wird von vielen Menschen mit Armut gleichgesetzt", sagt Edith Wolber, Pressereferentin des Bundes Deutscher Hebammen (BDH). Lieber werden andere Anschaffungen zurückgestellt, als an der Ausstattung des oft lang ersehnten Nachwuchses zu knapsen.
"Im Schnitt werden für die textile Erstausstattung 650 Euro ausgegeben", sagt Heijo Gassenmeier, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands des Textileinzelhandels. Rund 2000 Unternehmen konkurrierten bundesweit um die kleinen Kunden, und Preise von 20 Euro für einen schlichten Strampler sind in vielen Babyläden eher Regel als Ausnahme.
Für Menschen, die nur ein Geschenk zur Geburt suchen, mag das kein Problem sein, für Eltern dagegen schon. Dabei eignet sich gerade die Garnitur für die ersten Lebensmonate als Einstieg in den Second-Hand-Markt. "Diese Sachen halten über viele Babygenerationen", sagt Edith Wolber. Besonders gute Stücke könnten 10 bis 20 Mal weitergegeben werden.
Second-Hand-Kleidung ist laut Hans Ulrich-Raithel, Vorstand des Umweltinstituts in München, auch besser für die empfindliche Babyhaut. "Die meisten Stoffe werden heute chemisch behandelt." Das könne die Haut reizen. Bei gebrauchten Stramplern und Bodys seien die Schadstoffe bereits ausgewaschen. Wird Kleidung neu angeschafft, rät Ulrich-Raithel, auf den so genannten Ökotex-Standard zu achten. [...]
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